erben
rituale der übergabe

von der kleinsten, intimsten form der übergabe werden wir berichten, vom kleinsten rahmen, in dem sich die dramen der behauptung, der ablösung, der neudefinition und doch so oft der belastung durch ein wie auch immer geartetes erbe abspielen.

prozesse der erbannahme und die der erbverweigerung innerhalb drei sehr unterschiedlicher familienkonstruktionen sollen unter die lupe genommen werden. damit treten wir gleichzeitig eine kleine zeitreise durch das europäische "texterbgut", das in seiner verhaftung in einer spezifischen zeit und innerhalb eines spezifischen kulturverständnisses natürlich zeugnis und abbild ist für die jeweilige historisch determinierte verfasstheit der familien und ihrer rituale des vererbens, also der weitergabe von besitz, gut und wertsetzungen. wir wollen sehen, wie sich das ritual selbst im lauf der jahrhunderte, im lauf der um- und neuwertung des begriffes "familie" verändert hat. uns interessiert wieviel davon bis zum heutigen tag unveränderlich also anscheinend typisch für die uns bekannten - europäischen - formen der übergabe geblieben ist.

durch bewegung in unseren köpfen und diskussionen mit unseren partnern können projekte erweitert, variiert, adaptiert werden. wir verstehen unsere arbeit prozesshaft und dieses exposé als die aktuellste entwicklunsstufe einer flexiblen und gegenwärtigen récherche théatrale.

für dieses europäische projekt suchen wir weitere veranstaltungspartner im deutschen sprachraum. sollte es uns gelingen, die politischen metropolen zusammen zu bringen, wäre der nächste Schritt, das team um partner aus weiteren deutsch-sprachigen regionen zu erweitern: schweiz, südtirol, elsaß, budapest, prag, breslau ...

produktionen im rahmen von erben:

full stuff (2006)
der held der frauen / freigang (2005)
family works (2004)

   
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